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Kleiner Grenzverkehr zwischen Deutschland und Tschechien

Kleiner Grenzverkehr Tschechien

Wer in die Tschechische Republik reist, hat dazu mehrere Möglichkeiten. Es gibt nicht nur den einen Grenzübergang zwischen Deutschland und Tschechien, sondern viele verschiedene. Bei manchen davon handelt es sich um große Grenzen mit starkem Verkehrsaufkommen, andere liegen in kleineren Ortschaften und werden seltener genutzt.

Obwohl es heute aufgrund der fehlenden Kontrollen einfach erscheint, von einem Land in ein anderes zu reisen, gibt es dennoch eine Vielzahl an Abkommen, die den Grenzverkehr regeln. Eines der Abkommen definiert, welche Vorschriften es zum Kleinen Grenzverkehr gibt und beschreibt, wer von den Rechten Gebrauch machen darf. In den nachfolgenden Abschnitten halten wir alle wichtigen Informationen zum Kleinen Grenzverkehr zwischen Tschechien und Deutschland (Sachsen oder Bayern) fest. Falls Sie direkt in der Nähe der Grenze zwischen Deutschland und Tschechien wohnen, verraten wir Ihnen, welche Regeln vielleicht auch Sie betreffen und worauf Sie achten müssen.

Kleiner Grenzverkehr - Was ist das?

Die Bedeutung des Kleinen Grenzverkehrs ist vielen nicht ganz klar, da Tschechien als eines der EU Länder dem Schengener Abkommen unterliegt. Das Abkommen ermöglicht zwar einen freien Grenzübertritt ohne permanente Kontrollen, es schreibt aber nicht vor, was passiert, wenn man beispielsweise auf einem Wanderweg von Deutschland nach Tschechien gelangt. Bei solchen Fällen kommt das Abkommen für den Kleinen Grenzverkehr ins Spiel. Die Regelungen dieses Abkommens besagen, dass sich Bürger aus den Grenzzonen unter bestimmen Voraussetzungen zwischen den Ländern frei bewegen dürfen.

Das „gesonderte" Abkommen dient zur Erleichterung des Personenverkehrs. Was passiert, wenn es den Kleinen Grenzverkehr aufgrund bestimmter Einschränkungen nicht gibt, wurde durch die Coronavirus Einreiseverordnung deutlich. Bis vor einigen Monaten war die Einreise nach Tschechien zum Teil gar nicht mehr oder nur noch unter der Einhaltung bestimmter Maßnahmen möglich. Bei einigen Personen kam es deshalb zu Schwierigkeiten. Der Kleine Grenzverkehr nach Tschechien ist aktuell wieder wie gewohnt möglich.

Wichtige Einzelheiten zum Abkommen

Eine grundsätzliche Info zum besonderen Abkommen zwischen Deutschland und der Tschechischen Republik wurde bereits genannt. Es gibt allerdings noch weitere Details, die vor allem für diejenigen, für die die Regeln gelten, von besonderer Wichtigkeit sind. Auf diese Einzelheiten gehen wir in den nachfolgenden Abschnitten genauer ein.

Wer darf nach Tschechien fahren?

Das Abkommen der beiden Länder richtet sich an deutsche und tschechische Staatsangehörige. Diejenigen, die am ehesten von den Vorschriften und Regelungen des Kleinen Grenzverkehrs betroffen sind, sind Personen, die in der Nähe der Grenze wohnen. Als Grund für die Einreise nach Tschechien können verschiedene Aspekte genannt werden. Bislang war zwar nur vom Wandern die Rede, allerdings sind auch Personen gemeint, die in ihrer Freizeit andere Sportarten ausführen (z.B. Ski- oder Radfahren). Personen, die die Grenze aus beruflichen Gründen überqueren, unterliegen ebenfalls den Bestimmungen des Amts. Dazu aber später mehr.

Neben den bereits genannten Personen gibt es allerdings noch eine weitere Gruppe, für die das Abkommen gilt. Damit sind Personen aus Drittstaaten gemeint. Die Hinweise des Abkommens gelten allerdings nur, wenn sie zum Aufenthalt aus dem Ausland in keinem Mitgliedsstaat der EU ein Visum benötigen.

Was sind Grenzzonen?

Was zudem geklärt werden muss, ist, welche Gebiete zum Kleinen Grenzverkehr gehören. Wanderwege zwischen Deutschland und Tschechien wurden bereits genannt. Die Gebiete werden anhand ihrer Entfernung zur Grenze allerdings genauer definiert. Das Abkommen besagt, dass alle Landkreise und kreisfreien Städte in Deutschland, die mit der Grenze in Berührung kommen, zur Grenzzone gehören. Auf tschechischer Seite zählt der Bereich, der durch eine 25 Kilometer lange Linie begrenzt wird, dazu. Die Grenzzonen können beispielsweise aus touristischen Gründen erweitert werden, wenn beide Parteien, also sowohl Deutschland als auch Tschechien, der Änderung zustimmen.

Wie lange darf man sich im Nachbarland aufhalten?

Das Abkommen schreibt nicht nur vor, an welchen Stellen die Einreise nach Tschechien gemäß des Kleinen Grenzverkehrs erfolgen darf, sondern gibt auch Aufschluss über die Länge des Aufenthalts. Wer den Kleinen Grenzverkehr nutzt und über Wanderwege oder Touristenzonen einreist, darf sich bis zu sieben Tage im Nachbarland aufhalten. Die Voraussetzung bei der Dauer ist allerdings, dass man alle gültigen Dokumente, die man zur Überquerung benötigt, bei sich führt. Damit ist beispielsweise der Personalausweis oder der Reisepass gemeint.

Vorteile des Kleinen Grenzverkehrs

Mit den Vorteilen sind die Erleichterungen gemeint, die durch das Abkommen des Kleinen Grenzverkehrs entstehen. Wer in jedem Fall von den Regelungen zwischen den Staaten profitiert, ist der Grenzpendler. Das sind Personen, die in einem Land leben und in einem anderen arbeiten oder studieren. Da sie den Grenzübertritt mehrmals in der Woche oder sogar täglich auf sich nehmen, sparen sie durch das Abkommen viel Zeit. Da Grenzpendler nicht nur in ihrer Freizeit reisen, sondern es für sie eine Art Muss ist, die Staatsgrenze zu überschreiten, waren sie teilweise sogar von den Corona Einreisebestimmungen nach Tschechien während der Pandemie ausgeschlossen.

Personen, die in der Nähe der Grenze wohnen, kommen die Bestimmungen des Bundes ebenfalls zugute. Aufgrund der Preise für Benzin oder für andere Konsumgüter fahren manche zum Tanken oder Einkaufen über die Grenze. Auch für den sogenannten Tank- und Einkaufstourismus gelten die Regelungen des Abkommens. Die einzigen Vorgaben, die man nach dem Einkaufen in Tschechien aktuell bei der Reise zurück beachten muss, sind die zollrechtlichen Vorschriften der Behörden. Für den persönlichen Bedarf gibt es keine gesonderten Vorgaben. Falls Reisende bei den Einkäufen (Tabakwaren, Alkohol, Kaffee) aber gewisse Mengen überschreiten, müssen für diese gemäß der Angaben der Regierung Abgaben bezahlt werden.

Kleiner Grenzverkehr in der Praxis: Von Deutschland nach Tschechien wandern

Ähnlich wie bei den Grenzübergängen, die man mit einem Auto und einer e Vignette für Tschechien überquert, gibt es auch bei den Wanderwegen zahlreiche Routen. Touristen, die die Entscheidung treffen, dem Nachbarland auf diese besondere Weise einen Besuch abzustatten, werden demnach vor die Wahl gestellt.

Zum Kleinen Grenzverkehr gehört beispielsweise die Region zwischen dem Nationalpark Šumava und dem Bayerischen Wald. Wanderer, die in Richtung Zwieslerwald laufen, überqueren nicht nur schon bald die Grenze, sie erleben auch ein echtes Stück Kultur. Nach heutigem Stand handelt es sich bei der Region um die größte zusammenhängende Waldfläche in Europa.

Da es auf der Route keine Hotels oder Restaurants gibt, sollte man ausreichend Proviant einpacken. Was beim Wandern allerdings noch viel wichtiger ist, sind die Ausweisdokumente mit sich zu führen. Auch, wenn es keine festen Kontrollen mehr gibt, kann man hin und wieder nach den Papieren gefragt werden. Deshalb ist empfehlenswert, selbst beim Grenzübertritt zu Fuß die nötigen Nachweise bei sich zu tragen. Eine Einreiseanmeldung muss allerdings nicht vorgenommen werden.

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