Osterreich

Arlbergtunnel gesperrt

Auf dem Weg in den Urlaub ist es für Autofahrer ärgerlich, wenn man dabei in eine Straßensperrung gerät und man deshalb eine Umleitung nehmen muss. Wer weiß, dass der Arlbergtunnel gesperrt ist, kann bereits vor der Fahrt bestimmte Maßnahmen treffen. Wir haben alle wichtigen ASFINAG Informationen zur Vollsperre des Tunnels gesammelt.

Wo liegt der Arlbergtunnel in Österreich?

Um herauszufinden, ob man von der Sperre betroffen ist, muss man zunächst wissen, wo der Tunnel liegt. Er befindet sich auf der S 16 Arlberg Schnellstraße und stellt eine Verbindung zwischen den Bundesländern Tirol und Vorarlberg her.

Autofahrer, die in den Sommermonaten planen, in Richtung St. Anton, St. Jakob oder in ein anderes Urlaubsgebiet in der Gegend zu reisen, sollten dabei die Arbeiten auf den Autobahnen und Schnellstraßen in Österreich beachten.

Gesperrter Arlbergtunnel für 3 monaten

Vollsperre des Arlbergtunnels

Da es sich bei der Strecke um einen der wichtigsten Straßentunnel Österreichs handelt, wirkt sich die Sperrung des Arlbergtunnels auf den Verkehr aus. Wir erläutern, wann und weshalb der Tunnel geschlossen werden soll.

Ab wann ist der Arlbergtunnel gesperrt?

Der Arlbergstraßentunnel sollte bereits im Jahr 2022 gesperrt werden. Aufgrund einiger Schwierigkeiten der ASFINAG (Verzögerung von Lieferungen, Fehlen von Arbeitern) musste die Schließung des Tunnels jedoch verschoben werden.

Es gibt nun zwei Phasen, in denen der Arlbergtunnel laut der ASFINAG Bau Management GmbH gesperrt werden soll: Die erste Phase der Sanierung findet im Jahr 2023 statt, die zweite Sanierung im Jahr 2024. Laut aktuellen Meldungen beginnt die erste Bauphase am 24. April 2023 und dauert bis Oktober 2023 an.

Im Jahr 2024 kommt es für weitere fünf Monate zu Arbeiten am Tunnel. Für die kommende Wintersaison sind momentan keine Sperren geplant.

S16 Arlbergtunnel 2023 gesperrt

Warum wird der Arlbergtunnel 2023 oder 2024 geschlossen?

Der Grund, weshalb der Tunnel für den Verkehr gesperrt werden soll, ist die Erneuerung der Fahrbahn. Die aufwendigen Sanierungsarbeiten sollen mehrere Millionen Euro kosten und sind gemäß Autobahngesellschaft notwendig, um die Sicherheit für den Verkehr zu gewähren.

Im Zuge der Arbeiten wird nicht nur die Fahrbahn, sondern auch die Tunnelbeschichtung erneuert. Diese ist besonders wichtig, um die Lichtverhältnisse im Tunnelinneren zu regeln.

Trotz der Folgen, die die Tunnelsanierung mit sich bringt, lässt sich ein komplettes Fahrverbot nicht vermeiden. Dies liegt unter anderem daran, dass die Sicherheitselektronik für den Zeitraum ausgeschaltet wird. Die Sperre dient auch zum Schutz der Arbeiter im Tunnel.

Ausweichroute: Arlbergpass (B197)

Bis zur Fertigstellung der Tunnelsanierung kann der Arlbergpass als Ausweichroute genutzt werden. Obwohl der Pass parallel zu der gesperrten Strecke verläuft, gilt er dennoch nicht als optimale Umleitung für alle Fahrzeuge.

alternative route

Wer darf die Fahrbahn nutzen?

Laut ASFINAG ist es Fahrzeugen mit schweren Anhängern (über 750 Kilogramm) an Wochenenden nicht gestattet, die Umfahrung über den Arlbergpass zu nutzen. Dadurch soll der Verkehrsfluss über den Pass garantiert werden.

Von der Sonderregelung sind zudem LKWs betroffen. Sie dürfen den Pass nur nutzen, wenn sich ihr Ziel in der unmittelbaren Umgebung davon befindet.

Die Arlberg Passstrecke wurde zwar entsprechend präpariert, Autofahrer werden aber dennoch gebeten - falls möglich - eine der großräumigen Umfahrungen zu nutzen.

Alternative Routen

Als alternative Routen werden der Fernpass (B179) oder die Strecke über Rosenheim bei München genannt. Zudem dienen sowohl der Gotthard- als auch der San Bernardino Straßentunnel in der Schweiz als großräumige Umfahrungsmöglichkeiten.

Damit müssen Reisende rechnen: Zeitverlust

Bei einer vorherigen Sperre wurde gemessen, dass der Arlbergpass als Ausweichroute pro Tag von mehr als 20.000 Fahrzeugen überquert wird. Wer die Arlberg Strecke als Alternative wählt, muss also vor allem Zeit mitbringen.

Die Fahrzeit verlängert sich aufgrund der Sperrung zwischen Tirol und Vorarlberg ohnehin bereits um 30 Minuten. Falls es am Pass zu Staus oder anderen Verzögerungen kommt, ist man noch länger unterwegs.

Phillip, Absolvent der Universität Münster in Europastudien, spezialisierte sich nach seiner Tätigkeit bei der Generaldirektion Mobilität und Verkehr und TUI Deutschland GmbH auf europäische Mautsysteme. Durch jahrelanges Reisen und umfassende Forschung bietet er heute fundierte Einblicke in Europas Mautregeln, sowohl aus akademischer Sicht als auch aus praktischer Erfahrung.

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